Freitag, 4. November 2016

Ein Trip nach China - Teil 1

Ich glaub ich muss erst mal meinen Blog abstauben. Sorry, du armes, vernachlässigtes Medium. Tut mir leid! Ich wollte dich nicht ignorieren, aber es kam einfach immer wieder was dazwischen. It's not you, it's me.

Genug der Schleimerei.

Ich war vor ein paar Wochen auf Dienstreise in China und hab dazu einige Facebookbeiträge geschrieben, die sich eigentlich auch wunderbar hier machen würden. Darum werd ich die jetzt einfach hier rein kopieren. Die faulste Art des Bloggens, aber egal. Viel Spaß beim Lesen!

Neue Mittagspause, neues Glück.

Gestern (6. Oktober 6) war ein lustiger Tag. Durch die Golden Week, die morgen zu Ende geht, waren wir quasi allein im Werk (nur 2 andere IT-ler und der Werkschutz sind da). Wir werden jeden Tag am Hotel von einem Fahrer abgeholt, so eine Art Taxi nur mit Festpreis pro Route. Ins Büro brauchen wir ca 45 Minuten.

Blick aus dem Taxi. Typische Wohnhochhäuser.


Autofahren hier ist für Standardmitteleuropäer eine abenteuerliche Angelegenheit. Unser Fahrer ist absolut schmerzfrei, eine Hand am Handy, die andere an der Hupe und durch, währenddessen lief Musik, die ich nur mit chinesischem Techno beschreiben kann. Klingt witzig.

Die Hupe hier ist übrigens eines der wichtigeren Autoteile, allerdings eher im Sinne von „hey, ich bin übrigens hier neben dir, falls du mich nicht siehst, dann hörst du mich jetzt“ und nicht im Sinne von „jetzt komm ich, geh weg“. Ist gewöhnungsbedürftig aber nötig, weil jeder an jedem auf jeder Seite vorbeifährt.

Landschaftlich ist die Gegend echt schön.


Die Fahrbahnmarkierungen sind auch eher gut gemeinte Hinweise, auf einer 3-4 spurigen Autobahn kann es gut passieren, dass auch mal 6 Fahrzeuge plus ein Roller/Mofa nebeneinander fahren. Ja… auch Roller und diese Mopedrikschas fahren auf der mehrspurigen Straße. Im Stadtgebiet auch gerne mal entgegen der Fahrtrichtung. Heute Morgen hat da übrigens auch einer in aller Seelenruhe den Fahrbahnrand der Autobahn gekehrt, während neben ihm der Verkehr vor sich hin gehupt hat.

Ein wilder Schwarm Roller im Regen.

Abends war dann erst mal bummeln bzw. Shopping angesagt. Für die Not-Con Ende des Monats hab ich in einem der typischen Kramsläden am Straßenrand Süßzeug gekauft. Bisher hab ich noch die Finger von den eher ominösen Sachen gelassen, aber ich hab ja noch ein paar Tage. Auf den Verpackungen sind zumindest Bilder von Obst drauf… vielleicht kauf ich noch was mit nem Schwein, Rind oder nem Tintenfischbild. Mal schaun wer sich dann traut (Disclaimer: Ich nicht).

Mystery-Meals. Aber alles war lecker.


Wir sind hier übrigens schon einiges gelaufen, gestern waren es laut meinem „Schrittzähler“ im Telefon 9 km, vorgestern 18. Kam mir aber nicht so weit vor… wahrscheinlich weil ich, wie der klassische Touri, völlig fasziniert von der Umgebung war. Es ist nur schade, dass das Wetter nicht so dolle ist. Es sind zwar knapp über 30 Grad, aber es regnet immer wieder. Sämtliche Haarstylingversuche, die über Bürsten und zusammenbinden rausgehen, hab ich eingestellt. Wenn es nicht grad regnet oder tröpfelt kann man die Luft beinah trinken. Ich hab übrigens außer mir und meinem Kollegen seit dem Flughafen keinen „Westler“ mehr gesehen (Im Flieger war noch ein anderer). Die Kinder beim Frühstück waren fasziniert von uns Langnasen, und mussten von den Eltern ans Essen erinnert werden *g*

Bunte Lampen überall.


Abendessen gestern war auch ein Abenteuer. Wir haben uns in einem Einkaufszentrum ein Restaurant gesucht (weil die typischen Garküchen zwar lecker aussehendes Zeug machen, uns aber der Mut fehlt… noch). Wir sind dann in einem echt schönen Ding gelandet, das Bildchen auf der Speisekarte hatte. Die Bedienung war nett, und zusammen mit ihren Kollegen und einem anderen Gast wurden genug Englischkenntnisse rausgekramt um sich ein bisschen zu unterhalten. Witzig: This is our special-tea, it is a specialty, keine Ahnung was da drin war.


 




Das Essen war super, wir haben uns an relativ Bekanntes gehalten (also Rind und Fisch). Auf der Karte standen auch frittierte Insekten und gebackener „bullfrog“, Mahlzeit. Es ist übrigens nicht einfach, einen Fisch mit Stäbchen zu sezieren. Ich will gar nicht wissen was die Einheimischen gedacht haben. Unser… Stäbchenstil?!.. hat auf jeden Fall für Erheiterung gesorgt (auch bei uns). In dem Fall war die chinesische Sitte, immer was auf dem Teller übrig zu lassen ein Segen *g*. Absolut verliebt hab ich mich in Rosenplätzchen. Blätterteig gefüllt mit Rosenblättern, frisch aus dem Backofen, also warm. Die Dinger rochen und schmeckten Himmlisch!



Bei dem Shirt (siehe Bild) musste ich lachen. Manche lassen sich ne chinesische Speisekarte tätowieren (wer weiß schon immer, ob die Zeichen das bedeuten was man denkt), hier in China druckt man sich gelegentlich zusammenhangslose Englische Brocken aufs Hemd.


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