Samstag, 11. August 2012

Geek Crochets #2 - 20 Seiten voller Abenteuer

Mir war mal wieder nach Häkeln. Ein kleines Projektle nebenher, das schnell gemacht ist und Spaß macht. So ähnlich wie der Kiwi vor einer Weile entstanden ist ging es mir auch vorgestern/gestern. Auf der Suche nach Inspiration und nach viel "Nett, aber jetzt nicht" im Netz bin ich in meiner Bude über meine alte Würfelsammlung gestolpert.
Ich mag Würfel, ich komme kaum an einem gut sortierten Würfelregal im Fantasyladen vorbei ohne etwas zu kaufen. Auch wenn ich schon viel zu lange nicht mehr bei D&D oder anderen Pen and Paperrunden mitgemacht habe, meine Würfel sind meeeeiiiiiiin Schatz!

keine Sorge, das ist nur ein kleiner Teil der Sammlung.

Und auf einmal war sie da, die Idee: Ich häkel nen D20! Macht sich bestimmt gut am Rückspiegel im Auto... und man könnt nach einem Unfall die entsprechende Schadenssumme einfach auswürfeln...


Gesagt, gekramt. Das gesamte Material hatte ich da: Wolle (Mille Fili von Wolle Rödel), Kunstfasertribbles (von Butinette) zum Füllen, Häkelnadel und Nähnadel.
Nichts hält mich noch auf *muahahahahahust*

Ich habe mich bewusst gegen irgend eine fixe Vorlage entschieden. So schwer kann das ja nicht sein: Man häkle 20 Dreiecke, sticke die Zahlen drauf und nähe den Mist am Ende zusammen. Ich hab zuerst 3 verschiedene Musterstücke gehäkelt. Eins wurde aus einem Kreis in Runden gehäkelt, eins irgendwie seltsam (drum wurde es das am Ende nicht). Am Ende hab ich mich für die einfachste Variante entschieden, feste Maschen und dann halt immer eine Masche weniger pro Reihe bis das Dreieck fertig ist.
And so it begins...

20 Mal dasselbe machen ist auf der einen Seite zwar simpel wie Sau, andererseits allerdings auch relativ öde. Auf halber Strecke hatte ich schon den Gedanken, einfach einen D8 zu machen, aber das wäre ja aufgeben, sowas geht gar nicht!

Uffz! geschafft!

Irgendwann waren dann die Dreiecke fertig. Ich hab mit dem Gedanken gespielt, die Einzelteile zusammenzuhäkeln, aber das wäre in der Größe eine absolute Fummelei geworden. Es gab also mal wieder den Schlingenstich. Der ist meine Allzweckwaffe.


er wächst und wächst und wächst und wächst... und so

Würfeltheorie: Die gegenüberliegenden Seiten eines Würfels haben immer die Summe "Gesamtaugenzahl +1". Auf einem normalen Würfel liegt die 6 gegenüber der 1, die 5 gegenüber der 2 etc. So ist das auch bei den Rollenspielwürfeln. Ich hab mir einen meiner D20 geschnappt und einfach mal angefangen. Zuerst hab ich ein paar Dreiecke zusammengenäht und dann am D20 abgeschaut wo was hingehört (und auch in welche Richtung die Zahlen schauen). Die Ziffern wurden aufgestickt.

Schaut so eher aus wie eine Mütze...

Dreieck drannähen, Ziffer aufsticken, Dreieck annähen, Ziffer aufsticken, Dreieck annähen, Ziffer aufsticken *gähn*
Man hätte auch alle Nummern aufsticken können und das Ding dann auf einen Rutsch zusammennähen. Jeder wies ihm gefällt.

und nu einmal rundmachen

Mit dem letzten Dreieck kommt die Füllung. Letztendlich ist mein D20 eher ein Ball. Um tatsächlich Flächen rauszuarbeiten hätten die Dreiecke wahrscheinlich vorher gespannt werden müssen, oder ich hätte sie einfach größer anlegen sollen. Auf jeden Fall darf man das Ding nicht so vollstopfen, sonst haben grade Flächen keine Chance... oder so.

Mir ists das egal, ich mag meinen Ball!
Fertig!

Nach ein paar Testwürfen (gegen Wände, Tische, Stühle etc) bin ich wirklich happy über das Ding! Es bleibt sogar (bisher) immer so liegen, dass eine Zahl eindeutig oben liegt. Spielen wird man damit wohl eher nicht können, aber der Spielleiter könnte damit nach "ungezogenen" Spielern werfen.

Für den Rückspiegel ist er aber leider ein wenig groß!

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